Geldanlage für Senioren: Darauf sollten Sie achten

Nicht nur die jungen Sparer und Anleger müssen aufgrund der seit Jahren anhaltenden Niedrigzinsphase reagieren – auch ältere Anleger müssen sich bewusst sein, dass das beliebte Sparbuch keine Rendite mehr abwirft, sodass Alternativen gesucht werden sollten. Wer nämlich kein Geld verlieren will, der muss eindeutig mehr Risiko als noch vor 10 oder 15 Jahren eingehen. Das ist jedoch, vor allem für ältere Anleger, gar nicht so einfach. Denn viele Produkte, deren Risiko durch einen langen Anlagehorizont reduziert werden kann, sind für den über 60 Jahre alten Anleger nicht mehr geeignet.

Rentner müssen immer auf die Laufzeit achten

Bevor sich der Rentner für eine Anlage entscheidet, sollte er im Vorfeld ganz genau überprüfen, wie lange die Laufzeit ist. Denn eine lange Laufzeit, mitunter 20 oder noch mehr Jahre, ist ungeeignet. Des Weiteren sollte auch die eigene finanzielle Situation überprüft werden. Auf wie viel Geld kann für die nächsten Monate oder für die nächsten ein bis zwei Jahre verzichtet werden? Fakt ist: Die heutigen Anlageprodukte werden immer unübersichtlicher – das heißt, der Verbraucher, der der Generation 60+ angehört, sollte das Angebot des Beraters auch von dritter Stelle prüfen lassen, sodass er sicher sein kann, kein „falsches“ Produkt abgeschlossen zu haben.

Empfehlenswerte Alternativen zum Sparbuch

Folgt man den Ergebnissen einer erst vor geraumer Zeit veröffentlichten Umfrage, so gaben 48 Prozent der befragten Rentner an, noch immer das Sparbuch als klassische Geldanlage zu verwenden. Der zweite Platz? Die Lebensversicherung. Doch gibt es eine Alternative zum Sparbuch? Ja. Eine Möglichkeit wäre das Tagesgeldkonto. Der Rentner kann, wie auch beim Sparbuch, jederzeit auf sein Vermögen zugreifen. Ein kleiner Vorteil gegenüber dem Sparbuch? Die Guthabenzinsen sind wesentlich höher. Dies deshalb, weil es sich bei Tagesgeldkonten um Online-Konten handelt, die in der Regel weitaus besser verzinst sind. Dennoch muss man sich eingestehen, dass die Differenz zum Sparbuch nicht riesig ist.

Eine Alternative zum Tagesgeldkonto? Das Festgeldkonto. Hier ist der Name bereits Programm: Geld, das auf einem Festgeldkonto landet, wird fest veranlagt. Das heißt, der Anleger hat keinen Zugriff auf sein Vermögen. Die Laufzeit wird individuell im Vorfeld festgelegt. Je länger natürlich die Laufzeit, umso höher ist dann der Zinssatz. Hier sollte sich der Rentner natürlich im Vorfeld die Frage beantworten, wie lange er auf welche Summe verzichten könnte – diese kann dann in weiterer Folge auf dem Festgeldkonto veranlagt werden. In der Regel sind Tages- und Festgeldkonten kostenlos. Auch der Sparbrief ist eine durchaus sichere Geldanlage, die einem Rentner sehr wohl empfohlen werden kann. In diesem Fall wird der Zinssatz beim Abschluss bestimmt und gilt für die gesamte Anlagedauer. Möchte man während der Laufzeit Geld entnehmen, so ist es wichtig, dass man hier eine Staffelung vornimmt bzw. die Entnahmen vertraglich regelt. Das heißt, dass der Rentner, wenn er sich für eine sechsjährige Laufzeit entscheidet, beispielsweise jedes zweite Jahr eine bestimmte Summe entnehmen darf.

Sind Aktien eine Option?

Wer wirklich hohe Gewinne einfahren möchte, der muss hingegen in Aktien investieren. Doch hier ist Vorsicht geboten – entwickelt sich der Markt in die andere Richtung, so sind Verluste nämlich vorprogrammiert. Auch wenn die letzten Jahrzehnte eindrucksvoll gezeigt haben, dass ein langer Anlagehorizont die Verluste in der Regel ausgleicht, sodass ein Aktionär, der über mehrere Jahre dieselben Aktien besitzt, kaum einen Verlust verbuchen muss, kann das Thema Zeit für den Rentner mitunter zum Problem werden. Das heißt, hier sollte man, wenn man etwa über CMC Markets in Aktien investieren will, nur einen geringen Betrag in Aktiengesellschaften stecken. Am Ende sollten die Aktien nicht die Hauptanlage sein, sondern mitunter nur einen Bonus darstellen.

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