Finden Sie die richtigen Worte zum Abschied

Wenn ein geliebter Mensch geht, ist es schwer die richtigen Worte für seine Angehörigen zu finden, um die eigene Anteilnahme und Trauer auszudrücken. Bei diesem sensiblen Thema gibt es zwar Standardtexte, die man für eine Karte oder eine Annonce verwenden kann, aber meistens sind diese wenig ausdrucksstark oder individuell, um sein Beileid angemessen auszudrücken.

Wie drückt man seine Anteilnahme aus?

Für Ihren Trauerkartentext ist es erst einmal wichtig, dass dieser von Herzen kommt und ehrliche Worte aussagt. Nichts ist schlimmer als ein emotionsloses „herzliches Beileid“. Das bedeutet heutzutage den meisten nicht mehr so viel. In jedem Fall kann man in so einer Karte Hilfe anbieten, eine Schulter zum Ausweinen oder eine Umarmung. Das Angebot, den Trauerprozess zu unterstützen hilft viel mehr, als es eine Floskel kann. Sie dürfen auch offen sagen, dass es Ihnen schwerfällt, die richtigen Worte zu finden – auch damit spenden Sie Trost und Anteilnahme. Verlassen Sie sich zudem auch auf Ihre Menschenkenntnis. Wenn Sie den Eindruck haben, dass diese Person nicht so offen ist, bleiben Sie bei eher förmlichen Texten.

5 Phasen des Trauerns

Inzwischen ist bekannt, dass jeder von uns bei den unterschiedlichsten Emotionen, die wir empfinden können relativ ähnliche Phasen durchläuft. Damit Sie Ihre Trauer besser verstehen und begleiten können, haben wir die 5 Trauerphasen nach Elisabeth Kübler-Ross aufgelistet und beschrieben:

  1. Leugnen: Wenn die Nachricht des Abschieds uns erreicht, verfallen wir in ein Nicht-Wahrhaben-Wollen. Diese Phase geht oft mit dem Gefühl der Isolierung einher. Der Befund wird verdrängt.
  2. Zorn: Nachdem klar ist, dass ein Mensch gestorben ist, äußert sich oftmals Wut gegen den Verstorbenen: „Wie konntest du mir/ uns das nur antun?“. Wichtig ist, diese Wut nicht persönlich zu nehmen.
  3. Verhandeln: Eine kurze Phase ist das Verhandeln. Dabei versuchen die Trauernden zum Alltag zurückzukehren.
  4. Depression: Nachdem klar ist, dass man nicht einfach so zum Alltag zurückkehren kann, entsteht ein Gefühl der inneren Leere, Reue und Verzweiflung. Wie soll es ohne diese Person weitergehen? Was habe ich falsch gemacht?
  5. Akzeptanz und Zurückfinden: Hier werden die bisherigen Emotionen zurückgelassen. Der Tod wird akzeptiert. Da jeder unterschiedlich schnell trauert, kann das Erreichen dieser Phase auch unterschiedlich lang dauern.

Dieser Beitrag wurde unter Gesundheit, Sterbefall, Tipp, Werbung abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.