Die Angst vor der Prostata-Operation … ist unbegründet

PZNW_logoViele Männer beschäftigen sich erst mit der Prostata, wenn sie Probleme mit ihr haben. Von Schmerzen begleitete Probleme treten mit zunehmendem Alter immer häufiger auf.

Die Prostata ist die sogenannte Vorsteher-Drüse. Sie gehört zu den männlichen Geschlechtsorganen und befindet sich am Beckenboden direkt unter der Blase. Sie umschließt die Harnröhre. Die gesunde Prostata ist so groß wie eine Kastanie. Sie produziert das milchige Sekret für das männliche Sperma.

Beschwerden treten zum Beispiel beim Wasserlassen auf. Dies kommt vom „Klammergriff“, den die Prostata um die Harnröhre legt, wenn sie vergrößert ist. Oft werden die Schmerzen auch von nächtlichem und häufigem Harndrang, schwachem und häufig unterbrochenem Harnstrahl und Nachträufeln begleitet.

Für eine Prostata-Erkrankung kann es verschiedene Ursachen geben. Es gibt gutartige Vergrößerungen, Prostata-Entzündungen und den Prostata-Krebs. Wichtig ist eine regelmäßige Vorsorge-Untersuchung beim Urologen und -beim Auftreten von Beschwerden- eine sichere Diagnose.

In einigen Fällen ist eine Operation zwingend erforderlich. Oft hört man von Problemen, die durch die Prostata-Operation verursacht werden. Es gibt jedoch eine schonende und hoch professionelle minimal-invasive Operations-Methode, das da Vinci-Operationsverfahren. Diese Methode wird im Prostatazentrum Nordwest in Gronau angewandt. Das PZNW ist einer der Pioniere für roboter-assistierte Prostata-Operationen in Deutschland.

Das 2004 gegründete und seit 2010 zertifizierte Prostatazentrum Nordwest hat sich innerhalb weniger Jahre zum bedeutendsten Prostatazentrum weltweit entwickelt. Allein im Jahr 2011 hat das Team um Dr. med. Jörn H. Witt, Chefarzt der Urologischen Abteilung am St. Antonius-Hospital Gronau, mehr als 1.000 roboter-assistierte Operationen durchgeführt. Seit dem erstmaligen Einsatz 2006 sind dies insgesamt 4800 Operationen. Das da Vinci-System wurde in den 1980er-Jahren von der US-Armee entwickelt. Ziel war es damals, Operationen ferngesteuert in Krisengebieten durchführen zu können. Das System wurde in die zivile Anwendung übernommen. Während es sich in den USA sehr schnell verbreitete hat es in Deutschland etwas länger gedauert. Als erste deutsche Klinik machte das St. Antonius-Hospital Gronau die da Vinci-Methode zum OP-Standard. Die viel befürchteten offenen Prostataoperationen werden an dieser Klinik nicht mehr durchgeführt.

Die Anwendungen des da Vinci-Systems haben sich ständig erweitert. Am St. Antonius-Hospital wird diese Operations-Methode neben der Operation an der Prostata für folgende Bereiche eingesetzt: Nebenniere, Niere (z.B. Nieren- oder Nierenteilentfernung), Nierenbecken/Harnleiter (z.B. Nierenbeckenplastik), Blase (Zystektomie, Divertikulektomie), Samenleiter (z.B. Vaso-Vasostomie), Gebärmutterentfernung (Hysterektomie), Myomentfernung (Myomektomie).

Zu Operations-Methode:
Die da Vinci-Methode ist von Hand gesteuert und vom Computer optimiert. Es besteht zum einen aus der Bedienkonsole aufseiten des Operateurs. Der zweite Teil besteht aus den Instrumenten und der Optik auf der Seite des Patienten. Der Arzt befindet sich damit zwar im selben Raum wie der Patient, steht aber nicht, wie sonst üblich, direkt am OP-Tisch. Jede Bewegung der Instrumente, jeder Schritt während der Operation wird vom operierenden Arzt kontrolliert und direkt ausgeführt. Das System kann weder programmiert werden noch eigenständige Systembewegungen vornehmen. Der Arzt bleibt also der verantwortliche und entscheidende Operateur.

Die Vorteile dieses höchst präzisen Operations-Verfahrens: Komplikationen wie Impotenz, Inkontinenz, Thrombosen, Arterienverletzungen oder Darmresektionen sind stark minimiert beziehungsweise fast auf Null gesunken. Der Krankenhaus-Aufenthalt wird verkürzt, der Patient hat weniger Schmerzen und weniger Blutverlust, hat kleinere OP-Narben und erholt sich schneller. Gesetzlich versicherte Patienten müssen übrigens keine Zuzahlung leisten.

So viel Technik erfordert konsequente Schulung des Personals. Zur St. Antonius-Hospital Gronau GmbH gehört das European Robotic Institute (kurz: ERI). Es wurde im Herbst 2012 eröffnet und ist internationales Schulungszentrum für minimal-invasive und roboter-assistierte Chirurgie. Hier erwerben die Operateure den „da Vinci-Führerschein“. Wie Piloten, Kapitäne und Astronauten lernt das Personal in Simulatoren, komplexe Situationen zu meistern. Das Prostatazentrum Nordwest in Gronau ist damit die Adresse für Prostata-Operationen. (Sponsored)

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